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Vorstellung der Ortschronik von Leinach

Leinach – eines der schönsten Dörfer im Landkreis

 

Die Chronik von Leinach, verfasst vom Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert, wurde vor dem großen Fest an Pfingsten 2019 anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes vor 800 Jahren, der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein attraktives Werk mit 224 Seiten und einer Erstauflage von 500 Stück ist entstanden, das von Bürgermeister Jürgen Heusinger gewürdigt wurde. Er bedankte sich beim Autor und allen, die mit Fotos und Informationen zum Gelingen beigetragen haben. Die Chronik ist Band 45 innerhalb der Schriftenreihe des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld.

 

Auch Reinhold Albert bedankte sich für die „phänomenale Unterstützung“ durch die Leinacher, auch beim Korrekturlesen. Es sei gut, wenn Namen unter den Fotos stehen, die dann auch stimmen. Hier sei man auf die Mithilfe der älteren Bürger angewiesen.

 

Ein Blick in die Geschichte

Zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert wurde Leinach gegründet, die erste urkundliche Erwähnung erfolgte allerdings 1219, als das Hauskloster der Grafen von Henneberg in Veßra bei Themar (Thüringen) Güter in „Lynahe“ erwarb. Der Ortsname leitet sich aus dem althochdeutschen „Lin“ oder „Linboum“ (Spitzahorn) und „ach“ für Wasser ab. Der Legende nach sollen die ersten Siedler aus Böhmen zugewandert sein, dafür spricht, dass die Kirche dem böhmischen Nationalheiligen, dem Hl. Wenzeslaus, geweiht ist – in Franken unüblich. Der idyllisch liegende Ort gehörte lange zu den ärmsten im Landkreis, heute finden die mobilen Einwohner Arbeitsplätze in der Region. Und: Leinach wurde 1964, 1966, 1972, 1977 und 1982 beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ jeweils zum schönsten Dorf im Landkreis erklärt.

 

In den einzelnen Kapiteln beleuchtet Albert die wichtigsten Themen aus der Geschichte des Dorfes. Dazu gehört der Bauernaufstand wegen der drückenden Abgaben und Steuern, in dem 1525 vom „Bildhäuser Haufen“ die Wildburg zerstört wurde, dabei sollen Leinacher und Sulzfelder nicht untätig gewesen sein. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ eine verarmte Bevölkerung, Hunger und Krankheiten, auch die Leinacher Kirche wurde zerstört und 1682 neu erbaut. Ein Kapitel ist auch dem Kohleabbau gewidmet, der wegen zu geringer Ausbeute wieder eingestellt wurde. Immerhin wurden 800 Tonnen Kohle gefördert.

 

Leinach im 19. und 20. Jahrhundert stellt Albert ebenso dar, auch diese Zeit war wieder von Kriegen geprägt, wobei Leinach im ersten und zweiten Weltkrieg jeweils fast zehn Prozent der Einwohner verlor. Sagen aus Leinach werden erwähnt, das Brauchtum und die Flurnamen, aber auch das besondere Verhältnis der Leinacher zum Dichter Friedrich Rückert, der in Oberlauringen aufwuchs und Gefallen an einem Leinacher Mädchen hatte.

 

Die Vereine im Ort stellen ihre Geschichte und ihre Aktivitäten vor, das sind die Freiwillige Feuerwehr, der Musikverein, der Sportverein, die Theatergruppe, der Soldaten- und Kriegerverein, dazu kommen die Jagdgenossenschaft, Kirchenverwaltung und Gemeinderat sowie die Vereinsgemeinschaft. Viele Fotos zeigen ein reiches Vereinsleben und gemeinsame Feste. 

 

Wie der Autor erwähnte, konnte er auf Aufzeichnungen des ehemaligen Ortschronisten Ewald Lehnert zurückgreifen, der die Herausgabe einer Chronik plante, dann aber wegzog. Unterstützung fand er auch beim Ortschronisten Gerwin Solf und Dr. Reinhold Heusinger aus Stadtlauringen sowie den Vereinsvorständen, aktiven Bürgern, dem Gemeinderat und Bürgermeister Heusinger. Den Satz der Buchseiten übernahm Theo Albert aus Alsleben, den Druck Mack aus Mellrichstadt.

 

Das Buch kann zum Preis von 19,80 Euro bei der Gemeinde Sulzfeld erworben werden.

Regina Vossenkaul

 

Erste Exemplare der neuen Ortschronik erhielten Leinacher und Sulzfelder, die bei der Entstehung mitgewirkt haben, auf dem Bild in der ersten Reihe von links: Birgit Fahl, Ulrike Bischof, Autor Reinhold Albert, Franziska Fuchs, Christina Ernst und Bürgerm

 

Inhaltsverzeichnis

 

Vorworte Bürgermeister und Landrat

Zum Geleit

 

Allgemeines

Vor- und Frühgeschichte

Was bedeutet der Ortsname Leinach?

Erste urkundliche Erwähnung

Die Landwehr von Sulzfeld - Leinach

Leinach im 15. Jahrhundert

Aufrührerische Bauern zerstörten 1525 die Wildburg

Reformation und Gegenreformation in Leinach

Leinach und das Kloster St. Johannis unter Wildberg

Sulzfeld und Leinach kamen zum Fürstbistum Würzburg

Leinach im und nach dem Dreißigjährigen Krieg

 

Das Centgericht

  •  Der Ablauf eines Centgerichtsverfahrens

 

Bergbauversuche bei Leinach von 1698 bis ins 20. Jahrhundert

  • Neue Versuche folgten
  • Die Grabungen um 1900
  • Leinacher Kohlenabbau 1932 und 1946

Leinach liegt am Rennweg in den Haßbergen

Leinacher Besitzverhältnisse um 1700

 

Leinach im 19. Jahrhundert

  • Auswanderung nach Amerika
  • Bekämpfung der Armut war oberstes Ziel
  • Der Verkauf des Leinacher Brauhauses
  • Ablösung des Zehnts
  • Flurwächter nahmen wichtige Aufgaben wahr

 

Leinach im 20. Jahrhundert                                  

  • Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918
  • Die Zeit zwischen den Kriegen
  • Das Schicksal des Alois Krug im Dritten Reich
  • Der Zweite Weltkrieg 1939-1945
  • Neuanfang nach 1945
  • Die Flurbereinigung in Leinach
  • Das schönste Dorf im Grabfeld
  • Seit 1971 ist Leinach Gemeindeteil von Sulzfeld
  • Leinach in der Neuzeit

 

Geschichte der Kirche St. Wenzeslaus von Leinach

  • Erweiterungsbau der Kirche 1960/61
  • Das Richtfest und die Bauvollendung
  • Weihe der Kirche
  • Auszüge aus den Niederschriften in der Kirchturmkugel von Leinach

 

Anlagen

Anlage 1: Sagen aus Leinach

Anlage 2: Leinach und Friedrich Rückert

Anlage 3: Denkmale in Leinach

Anlage 4: Leinacher Einwohnerlisten aus dem 20. Jahrhundert

Anlage 5: Leinacher Flurnamen aus alter Zeit

Anlage 6: Leinacher Brauchtum

 

Vereine in Leinach

  • Musikverein Leinach e. V. 1968
  • Sportverein Leinach e.V. 1975
  • Feuerwehrverein
  • Soldaten- und Kriegerverein Sulzfeld/Leinach 1925
  • Vereinsgemeinschaft Leinach e.V. 2015
  • Jagdgenossenschaft Leinach 
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