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Vorstellung des dritten Teils der Chronik der Gemeinde Sulzdorf a.d.L.

Am 29.2.2020 wurde im Gemeindezentrum in Anwesenheit zahlreicher Bürger und Ehrengäste, darunter Landrat Thomas Habermann, Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Klaus Reder, Verleger Jürgen Mack sowie des ehemaligen Bürgermeisters Lorenz Albert, der über 500 Seiten umfassende dritte Teil der Sulzdorfer Gemeindechronik vorgestellt, die Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert aus Sternberg verfasste.

Seit seiner Kindheit gilt seine besondere Liebe der Heimatgeschichte. Sie wurde in der Dorfschule durch den Heimatkundeunterricht seiner Lehrer Walter Häusler und Herbert Meder und durch sein Elternhaus gefördert. Alberts besonderes Interesse galt zunächst der Geschichte des Schlosses seiner Heimatgemeinde Sternberg. Seit seinem 14. Lebensjahr sammelt Albert alles, was mit der Geschichte von Sternberg und seinen Nachbardörfern zusammenhängt. Seinen ersten Aufsatz veröffentlichte er 1981 in den Rhön-Grabfelder Heimatblättern. Thema war natürlich die Geschichte des Schlosses Sternberg im Grabfeld.

Nachdem Reinhold Albert 1984 in den Gemeinderat gewählt wurde, hatten der damals ebenfalls neu gewählte Bürgermeister Lorenz Albert und der Unterzeichner die Idee, mehrmals jährlich ein gemeindliches Mitteilungsblatt heraus zu geben. In diesem sollte neben amtlichen Nachrichten und sonstigen interessanten Neuigkeiten auch jeweils ein heimatgeschichtlicher Beitrag enthalten sein. Der Name für das Info-Blatt war schnell gefunden: „Echo der Lederhecke“. Die erste Folge der „Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Sulzdorf a.d.L.“ im September 1984 befasste sich dann auch gleich mit einem Erklärungsversuch des Namens Lederhecke. Mit Unterbrechungen ist Reinhold Albert seitdem zusammen mit seiner Ehefrau Marianne Schriftleiter dieser Publikation.

1994 schrieb Reinhold Albert dann eine zweibändige Chronik der Gemeinde Sulzdorf und seinen Ortsteilen, in der ausführlich zahlreiche Aspekte aus Vergangenheit und Gegenwart unserer Heimatdörfer beleuchtet wurden. Doch damit waren die Nachforschungen natürlich nicht beendet. Seit 1995 verfasste er weiter für das Echo der Lederhecke, diverse Heimatblätter, das Heimatjahrbuch Rhön-Grabfeld und weiteren Publikationen weitere etwa 75 Beiträge über geschichtliche Ereignisse in der Gemeinde Sulzdorf und seinen Ortsteilen zu Themen, die in der Chronik von 1994 noch nicht berücksichtigt sind. Ebenso hielt der Heimatpfleger in Jahreschroniken die wichtigsten Ereignisse in der Gemeinde Sulzdorf in Wort und Bild fest.

Einige Beiträge in dem neuen Buch sind nicht vom Verfasser. So schrieb Dr. Annette Faber über den Altar in der Serrfelder Kirche, Dr. Birgit Speckle über die Möbelindustrie in Sulzdorf, Dr. Angela Michel über städtebaulich-denkmalpflegerische Aspekte in unserer Gemeinde, Nancy T. Polevoy über die aus Sulzdorf in die USA ausgewanderte jüdische Familie Heilner und Kreiskulturreferent Hanns Friedrich über die Feier Grenzöffnung vor 25 Jahren. Gustel Schneider erinnert an die Sellbach-Hütte in Zimmerau. Herzlichen Dank den Gastautoren, dass sie diese für die Geschichte Gemeinde Sulzdorf wichtigen Beiträge zur Verfügung stellten.

 

Nachdem die Herausgabe der ersten Chronik nunmehr 25 Jahre zurückliegt, regte die nunmehrige Bürgermeisterin Angelika Götz an, einen dritten Teil der Sulzdorfer Gemeindechronik heraus zu bringen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben einhellig zu. Ganz besonders bedankte Reinhold Albert sich bei der Buchvorstellung am 29.2.2020 im Gemeindezentrum  Sulzdorf seiner Ehefrau Marianne und seinen Kindern für die vielfältige Unterstützung und das gezeigte Verständnis in all den Jahren, ebenso bei allen, die Fotos und interessante Informationen zur Verfügung stellten. Ein Dankeschön dem Personal der Archive und Behörden für die stetige Unterstützung.

Ein besonderes Dankeschön glt Theo Albert aus Alsleben, der gewohnt zuverlässig und mit Sinn fürs Detail den Buchsatz fertigte. Das Buch selbst wurde von der Druckerei Mack in Mellrichstadt – Chef Jürgen Mack war bei der Vorstellung ebenfalls anwesend -  in gewohnt ausgezeichneter Qualität hergestellt.

 

Folgende Themen werden in dem 516 Seiten umfassenden Buch behandelt:

 

Vorzeit

  • Der älteste „Unterfranke“ wurde bei Schwanhausen im Grabfeld entdeckt
  • Ausgrabungen bei Sternberg/Obereßfeld

 

1500 -1600

  • Wann wurde die Burg in Sternberg erbaut?
  • Geschichte der Reformation an der Lederhecke
  • Vorgängerbau des 1550 errichteten Schlosses in Obereßfeld war eine Burg
  • Von den Neustädter Spitallehen in Serrfeld

 

1600 - 1700

  • Mit dem Wechsel der Herrschaft begann für Sulzdorf eine schwere Zeit
  • Der Streit um das Sulzdorfer Jagdrecht nahm im 17. Jh. überraschende Wendung
  • Der Wartturm an der Lederhecke oberhalb der Wüstungsflur Hürlebach
  • 1613 wurde die vmtl. älteste Karte des südöstlichen Grabfelds gezeichnet
  • Der Geschichte der St. Veitskapelle in Schwanhausen.
  • Der Mörder des Sulzdorfer Lehrers flüchtete 1658 ins Schwanhäuser Exil
  • Um Brennhausen wurde 1675 vor dem Reichskammergericht gestritten
  • 1682 klagte der Truchseß wegen der Pfändung eines Ochsen in Schwanhausen
  • 1698 wurden die Güter in Sternberg, Zimmerau, Schwanhausen und Sulzdorf neu vermessen und versteint
  • Die Truchseß von Wetzhausen und die Dörfer an der Lederhecke

 

1700 - 1800

  • Wie sah Sulzdorf um 1700 aus?
  • Rechte und Pflichten der Schwanhäuser 1711
  • Zwei verschollen geglaubte Obereßfelder Archivbände aus dem 18. Jahrhundert
  • 1796 in Sulzdorf an der Lederhecke geboren – Abraham Löb Stein – Sulzdorfer
  • Vom Erben und Vererben in alter Zeit – am Beispiel eines Serrfelder Hofes
  • Von den Obereßfelder Kirchenpatronen
  • Berühmter Grabfeldmaler J. P. Herrlein wirkte in Obereßfeld und Sternberg
  • Kath. Filialkirche St. Peter und Paul in Zimmerau
  • 1799 fanden Emigranten aus dem Thüringer Wald an der Lederhecke eine neue Heimat

 

1800 - 1900

  • Zur Trachtentradition in Sulzdorf und Umgebung im 19. Jahrhundert.
  • Brennhausen - seit 1818 Bestandteil der Gemeinde Sulzdorf a.d.L.
  • 1829 wurde ein neuer adeliger Ansitz in Zimmerau errichtet
  • Der Schwanhäuser Gutspächter empörte sich 1831 über die Obrigkeit
  • Auswanderung aus Sulzdorf und Umgebung nach Amerika von 1835 – 1900
  • Die jüdische Familie Heilner emigrierte 1844 aus Sulzdorf in die USA
  • Wie sah die Kirchenburg in Serrfeld ursprünglich aus?
  • Gemeinde begehrte erfolglos gegen Sulzdorfer Gemeinderechtler auf
  • „Ein schöneres Gut wird sich in Franken nicht mehr bieten!“   
  • Der ständige Kampf der Sulzdorfer Pfarrers um das tägliche Brot
  • Das Sternberger Pfarrhaus wurde mit französischem Geld finanziert
  • Die Serrfelder Flurnamen geraten in Vergessenheit        
  • Zimmerauer Dorfarme besaßen einst das Recht, Leseholz zu sammeln
  • Das Sulzdorfer Schäfereirecht war lange umstritten

 

 

1900 - 2000

  • Die von Deusters in Besitz des Sternberger Schlosses
  • Was haben ein Schloss in Transsilvanien und das Sternberger Schloss gemeinsam?
  • Die Sulzdorfer Kirchengemeinde stand treu zu Kaiser, König und Vaterland
  • Brauchtum in Obereßfeld in alter Zeit
  • Wieso befindet sich ein Gemälde von Sternberg in einem Südtiroler Schloss?
  • Die Flur- und Waldhüter erfüllten wichtige Aufgabe
  • 1918 wurde eines der ärmsten Weihnachtsfeste des 20. Jahrhunderts gefeiert
  • Die „Kinderbewahranstalt“ in Obereßfeld
  • „In Treue fest“ – Die Geschichte des Sternberger Kriegerdenkmals
  • Statistik der Gemeinde aus dem Jahre 1939
  • Als das Sternberger Schloss ein Lager für Arbeitsmaiden war
  • Der Einmarsch US-Army in Sulzdorf und Umgebung
  • Der Abbau von Steinen von der geheimnisvollen Höllenmauer          
  • Flurbereinigung brachte das Ende für die Serrfelder „Breitstreifenflur“
  • An der Brennhäuser Straße in Sulzdorf wurden einst Segelflugzeuge gebaut
  • Der Kampf um das Holzrecht der Ortsnachbarn – am Beispiel Obereßfeld
  • „Das Wetter ist schön, Herr Lehrer, wir wollen spazieren geh’n!“
  • Julius Winzig – letzter Obereßfelder Schäfer
  • 1966 wurde der Bayernturm auf dem Büchelberg errichtet
  • Die Stasi-Feindobjektakte „Thüringenblick“
  • Der Verkauf des Großen Sellbachs bei Zimmerau 1975
  • Erlebnisse an und mit der innerdeutschen Grenze
  • Hanns Friedrich - 25 Jahre Grenzöffnung Zimmerau/Rieth
  • Dr. Annette Faber - Zur Restaurierung des spätgotischen Flügelaltars von Serrfeld
  • Dr. Birgit Speckle - Interschmidt und Grabfeldmöbel
  • Das 20. Jahrhundert in unserer Gemeinde

 

Heute

  • Dr. Angela Michel - Städtebaulich-denkmalpflegerische Bewertung
  • Orgelweihe zum hundertjährigen Bestehen der ev. Filialkirche Zimmerau
  • Hebung der Wasserqualität am Reuthsee in Sulzdorf war erfolgreich
  • Beate Sya aus Sulzdorf erfüllt eine wichtige Aufgabe
  • Serrfelder Steinkreuz wurde vor dem Verfall gerettet
  • Siegfried Schwinn baut Modell historischer Bauwerke
  • Die Tradition des Bierbrauens wieder belebt
  • 2017 auf den Spuren der Vorfahren des David Sichel
  • Orgelsanierung in Sulzdorf 2017
  • Familie Schwanhäusser lud 2017 Schwanhäuser ein
  • Die sog. Alte Schule in Serrfeld wurde eingelegt
  • Einwohnerzahlen
  • Chronik der zurückliegenden 25 Jahre in der Gemeinde Sulzdorf a.d.L.
  • Luftbilder der Gemeinde Sulzdorf, 2012 fotografiert von Norbert Steiche

 

Das neue Buch kann ab sofort für 20 Euro in der Gemeindekanzlei in Sulzdorf erworben werden. Die Bände 1 und 2 können zudem für 25 Euro erworben werden.

 

Landrat Thomas Habermann (im Bild bei seiner Ansprache) war einer der Ehrengäste bei der Sulzdorfer Buchvorstellung.
Landrat Thomas Habermann, Marianne und Reinhold Albert, Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Klaus Reder und der ehemalige Sulzdorfer Bürgermeister Lorenz Albert (von links) erhielten von Bürgermeisterin Angelika Götz die ersten Exemplare des 3. Bandes der Sul

 

Fotos: Christian Albert

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